Unternehmen in Verantwortungseigentum: Sinnorientierung statt Profitmaximierung

Katharina Hupfer, Geschäftsführerin Waschbär GmbH

Wie kann Wirtschaft neu und zukunftsorientiert gedacht werden? Waschbär, das Versandhaus für ökosoziale Produkte, beantwortete diese Frage 2018 mit einem mutigen Schritt. Waschbär hat sich als eines der ersten Unternehmen für eine innovative Eigentumsform entschieden, die unter dem Namen „Verantwortungseigentum“ bekannt geworden ist und für die erst noch eine eigenständige Rechtform geschaffen werden muss. Seitdem gehört sich das Unternehmen selbst, kann weder verkauft noch vererbt werden und die Gewinne verbleiben im Unternehmen. Katharina Hupfer, treuhänderische Eigentümerin und Geschäftsführerin der Waschbär GmbH, erzählt, wie es zu der Umwandlung kam, welche Herausforderungen damit verbunden sind und was es bedeutet, nicht den Shareholdern, sondern ganz dem Purpose verpflichtet zu sein.

Katharina Hupfer wurde im Zuge der Unternehmensnachfolge bei Waschbär zur treuhändischen Eigentümerin. Zuvor hatte sie den Bereich Einkauf des Unternehmens geleitet und war als Mitglied der Geschäftsführung für die Marke Waschbär verantwortlich. Als Katharina Hupfer sich auf das Konzept von treuhändischem Eigentum einließ, war ihr bewusst, dass es hierbei nicht nur um eine neue Eigentumsform für das Unternehmen geht, sondern damit auch ein umfassender Transformationsprozess der Unternehmenskultur verbunden sein wird.